Mein Leben und ich...
Getrennt in einem Zwischenraum,
frei von allen Zwängen, schwirrt ein Traum,
schwebt zwischen allem, lebt im Jetzt.
Doch naht ein Netz das ihn berühren wird,
ihn verführen wird, mit ihm zugehen.
...er wird nicht wollen, wird nicht können,
das Netz wird ziehen, wenn er verfangen,
.
..doch er wird fliehen.
Wird er verfliegen, wird er am Boden stehen,
und all sein Glanz verfällt.
In tausend Splitter,
reißt Stücke aus einem Firmament.
Wird er entkommen, muss ich mit ihm gehen,
sofern ich Glaube.
Solange ich ihm lausche, liegt es in meiner Hand,
doch wenn Abstand er gewinnt,
und ich sein Rufen von mir schiebe,
stirbt die Liebe seiner Schwingen,
schwindet seine Macht.
Erwachen kann man es nennen,
wenn man ihn schon verloren hat.
Doch flüssiges Gestein wird sich um unsre Füße schmiegen,
und verhärten.
Vorbereiten nennen sie das, die, die ihm entflohen sind.
Doch härter wird nur das Fundament zu Füßen,
und frei sein stirbt mit jedem Schritt,
bis der Stillstand uns ereilt.
Dann finden wir einen Ort, der kalt ist, grau und leer.
Realität nennen sie ihn,
die, die Träumen, von dem Traum, dem sie entflohen.
Doch Stillstand heißt Tod, in meinen Augen,
denn Leben wandelt immerfort,
bewegt sich, regt sich, in allen Poren eines Wesens.
Zählt es auch das Licht als wesentlich in sich.
Seht ihr noch das helle Leuchten in den Augen eines Träumers?
Seht ins Spiegellicht, und hofft, das er nicht zerbricht…
So wie das ICH zu einem Jemand siechen kann.
J.R.D.
J. Ramon Dittscheid 01.09.2005
In belangloser Zeit
Als die Zeiten sich drehten,
die Menschen sich verbrannten,
die Hände zum Beten, das Gesicht zur Wand.
Es erkrankten die Gedanken.
Der Tag entfernt sich dem All, und setzt sich
dennoch darin fest.
Wir können nur noch Denken,
solange man es uns lässt.
In den Geist kriecht die Zeit,
und der Zeitgeist verbleibt.
Wir schieben und schieben,
die Wiegen und Wonnen,
die Freuden und Tränen, bis sie zerronnen.
Wir vergessen die Freuden des Lebens zu leben,
und verlernen das Nehmen im Geben.
Ausgebrannt verharrt im Geist der Verstand,
unterdrückend, überhäuft, von fader Asche.
So begegnen wir einem Abschied,
den es so niemals gab.
So singen wir ein Lied auf das unsere Grab.
Wir harren aus, bis zur Emotionslosigkeit,
und ist es soweit, macht die Angst sich nur breit.
So vertreibt sie den Hauch eines Funkens,
noch bevor er erflammt.
Abgebrannt ist es nur die Asche die bleibt,
bevor der Hauch sie vertreibt.
Und wir jagen und klagen,
nach dem Staub in den Winden.
Lösen uns auf, noch bevor wir es finden.
Wir sind ferner denn je, und doch sind wir da,
nah dran, an der Hand, und doch unerkannt.
Ein Licht begleitet uns aus den Winkeln der Sicht,
doch geblendet im Grau, sehen wir nicht.
Es bricht uns die Gebeine, sind wir doch alleine,
zu zweit ist’s doch nur noch Zeitvertreib.
Sie lenken das Denken gezielt in den Grund,
der uns zu Füßen, getreten schon Wund.
Wir schieben und schieben,
doch es führt kein Weg mehr zurück,
so entzückt uns doch nur noch verlorenes Glück.
Verloren, die Träume,
die auch am Tage nur erzählt.
So quält uns die Zeit, die der Alltag nun wählt.
Verschlossene Träume in geschlossenen Räumen.
Der Geist verharrt,
doch welkt die Rose auch noch so zart,
verblüht ist verblüht, und hart ist der Rest auf
vertrocknetem Grund.
So hören wir im vergehen,
von vergessenem Staube, die Winde nur wehen.
...oder seht ihr wie sie drehen?
J. Ramon D. 02.08. - 24.09.2004